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Copyright : Lukas Beck - Paul Zsolnay Verlag

Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung geht 2011 an Martin Pollack

Am 25. November gab das Kulturamt der Stadt Leipzig als Geschäftsstelle des Leipziger Buchpreises bekannt: Der österreichische Publizist, Schriftsteller und Übersetzer Dr. Martin Pollack wird für sein bisheriges Werk mit dem Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung für das Jahr 2011 ausgezeichnet. Damit darf sich Pollack nicht nur über Ruhm, sondern auch über 15.000 Euro freuen. Die offizielle Preisverleihung findet wie jedes Jahr anlässlich der Eröffnung der Leipziger Buchmesse im Gewandhaus zu Leipzig statt, demnach am 16. März 2011.

Die Begründung der Jury

Die Jury begründete ihre Entscheidung mit dem schmalen Grat zwischen Essayistik und Dokumentation, auf dem Pollaks historische Reportagen balancieren würden. Zugleich würden sie „stets ein erhellendes Licht auch auf unsere Gegenwart“ werfen. In diesem Jahr erschien von Pollack das Buch „Kaiser von Amerika“ im Zsolnay Verlag. Es berichtet von den Menschen, die um 1900 zu hunderttausenden von Galizien (heute Polen und Ukraine) nach Amerika gingen, um dort eine bessere Zukunft zu finden.

Der Preisträger und der Preis

Dr. Martin Pollack wurde 1944 in Bad Hall, Oberösterreich, geboren und lebt heute als freier Schriftsteller in Wien und im Burgenland. Unter anderem übersetzte er die Werke von Ryszard Kapuściński aus dem Polnischen in Deutsche.

Der Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung, seit 1994 jährlich vergeben, zählt zu den wichtigen Literaturauszeichnungen in Deutschland. Das Preiskuratorium bilden der Freistaat Sachsen, die Stadt Leipzig, der Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V. und die Leipziger Messe GmbH.

Weiterführende Links:

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Kurt Wolff Stiftung zeichnet 2011 Transit Buchverlag und Lilienfeld Verlag aus

Logo der Kurt-Wolff-Stiftung

Anfang Dezember wurden die Träger des Kurt-Wolff-Preises für das Jahr 2011 bekannt gegeben. Den mit 26.000 EUR dotierten Hauptpreis erhält der Berliner Transit Buchverlag. Er wird von Gudrun Fröba und Rainer Nitsche geführt. Begründet wird die Entscheidung der Jury mit dem Spürsinn des Verlags für „Gegenwartsliteratur und die klassische Moderne, den kulturhistorischen Essay und die biographische Skizze“ seit nunmehr dreißig Jahren.

Der 2006 gegründete Düsseldorfer Lilienfeld Verlag erhält den mit 5.000 EUR dotierten Förderpreis. Viola Eckelt und Axel von Ernst werden für die „ungewöhnliche Verbindung alter und neuer Literatur“ ihres Verlages ausgezeichnet.

Die Preisverleihung findet am 18. März 2011 auf der Leipziger Buchmesse um 13 Uhr im Berliner Zimmer statt.

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Preis: Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung an Kershaw und Snyder

Die uns an unsere Geschichte erinnern

Der britische Historiker Ian Kershaw und sein US-amerikanischer Kollege Timothy Snyder erhalten zu gleichen Teilen den mit 15.000 Euro dotieren Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2012.

Es ist beinahe müßig, an dieser Stelle den amerikanischen Philosophen George Santayana zu zitieren mit seiner zum Sprichwort gewordenen Erkenntnis: „Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ Um die Aufarbeitung der deutschen Vergangenheit haben sich beide Historiker sehr verdient gemacht. Der Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung würdigt die Erinnerungsarbeit von Kershaw und Snyder. Beide haben den zweiten Weltkrieg und die unrühmliche Rolle der Deutschen zum Thema. Beide machen in ihren Büchern nicht nur die reinen Zahlen sichtbar, sondern auch die Menschen und deren Schicksale dahinter. Damit fördern beide Autoren ein tieferes Verständnis für die Schreckensgeschichte Europas, was unter Berücksichtigung des Spruchs von Santayana zu mehr Verständigung zwischen den Menschen führen muss.

Ian Kershaw veröffentlichte im letzten Jahr die Studie „Das Ende. Kampf bis in den Untergang. NS-Deutschland 1944/45“ [Bei Amazon bestellen] bei der Deutschen Verlags Anstalt. Ebenfalls 2011 veröffentlichte Timothy Snyder bei C.H.Beck das Buch „Bloodlands. Europa zwischen Hitler und Stalin“ [Bei Amazon bestellen].

Die Verleihung des Leipziger Buchpreises zur Europäischen Verständigung an Ian Kershaw und Timothy Snyder findet anlässlich der Eröffnung der Leipziger Buchmesse am 14. März 2012 im Gewandhaus zu Leipzig statt. Die Leipziger Buchmesse öffnet am nächsten Tag ihre Besuchertore und hält diese bis zum 18. März offen.

Der Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung, seit 1994 jährlich vergeben dotiert, zählt zu den wichtigen Literaturauszeichnungen in Deutschland. Das Preiskuratorium bilden der Freistaat Sachsen, die Stadt Leipzig, der Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V. und die Leipziger Messe.

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